Mo bis Fr 10.00 – 18.00 h | Sa 10.00 – 13.00 h

 

Ist Frankfurt am Main eine Städtereise wert?

Tatsächlich stellte ich mir diese Frage, als ich auf der Suche nach einem neuen Ziel für einen Kurztrip war. Ich wusste nur eins: Dieses Mal wollte ich nicht allzu lange fahren. Ein Blick auf die Karte lies mich in die Rhein/Main Region schweifen. Warum eigentlich nicht Frankfurt? Sicherlich war ich schon dort, aber immer nur auf der Durchreise, wenn ich auf einer Messe war. Außer der Zeil-Galerie und dem Flughafen kannte ich jedenfalls noch nichts.

Mein nächstes Reiseziel stand also schnell fest: Es ging nach Frankfurt am Main.

Dank Navi erreichte ich in etwas über 2 Stunden das Premier Inn Frankfurt City Hauptbahnhof Hotel. Sicherlich ist die Lage in Bahnhofsnähe nicht die schickste Adresse der Stadt, aber in nur wenigen Gehminuten ist man am Main oder mitten in der City. Für mich also die perfekte Ausgangslage für eine Stadterkundung. Und ganz unabhängig von der Lage, ist das Premier Inn Hotel ist schickes, modernes und gut geführtes 4* Hotel, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.

Es war ein sehr heißes Wochenende, also zog es mich direkt an den Main. Vom Hotel war ich in gerade einmal 5 Minuten am Wasser und es ging direkt über den Holbeinsteg ans andere Mainufer nach Sachsenhausen. Natürlich gab es auf der Brücke den ersten Fotostopp, denn der Ausblick auf Frankfurts Hochhäuser war schon sehr beeindruckend.

Überhaupt war es ein sehr schöner Spaziergang entlang des Mainkais, wo immer ein laues Lüftchen wehte. Das eine oder andere Café lockte mit kühlen Getränken und tollen Aussichten auf Frankfurts Skyline. Der Stadtteil Sachsenhausen ist übrigens auch ein toller Tipp für genussreiche Abende, da sich hier viele Kneipen, Bars und Apfelweinwirtschaften befinden. Wer hier unterwegs ist, hat die Qual der Wahl. 

 Holbeinsteg

 Frankfurt am Main

  

Über den Eisernen Steg gelangte ich wieder in Richtung Frankfurter City. Die eiserne Fußgängerbrücke über den Main ist nicht nur bekannt für den Blick über die Stadt, sondern auch für die unzähligen Schlösser von Liebespaaren, die überall angebracht sind.

Am anderen Mainufer herrschte reges Treiben. Zum einen befand sich hier die Station für die Bootsfahrten, zum anderen reihte sich ein Café an das nächste. Übrigens sind es vom Main nur wenige Schritte zum Dom und zum Frankfurter Römer. Hier feiert tatsächlich immer die deutsche Fußballnationalmannschaft ihre Titel. Kaum zu glauben, dass der Platz im 2. Weltkrieg komplett zerstört wurde.

Die Szenerie mit den Fachwerkhäusern ist auf jeden Fall ein wunderschönes Postkartenmotiv. Ich fand schnell ein gemütliches Plätzchen am Rathaus mit Blick auf die bunten Hausfassaden. Dazu ein kühler Apfelwein - oder Ebbelwoi wie der Frankfurter sagt - und zur kleinen Stärkung Frankfurter Würstchen mit grüner Sauce: Einfach nur lecker! 

 Fachwerkhaeuser Stadtplatz

 Roemer Platz

 Frankfurter Roemer

 

In Frankfurt gab es wirklich sehr viel zu entdecken. Wenn man so wie ich nur ein kurzes Wochenende in der Stadt ist, sollte man auf jeden Fall den Samstag zum Shoppen verplanen zu groß ist die Auswahl an Geschäften. Vorbei an der Kleinmarkthalle gelangt man direkt auf die Zeil Frankfurts Einkaufsstraße.

Mein persönlicher Tipp: Besuchen Sie unbedingt die Zeil-Galerie und fahren mit der Rolltreppe rauf auf den obersten Stock. Hier warten nicht nur Restaurants, Cafés und gemütliche Bistros, sondern vor allem eine Besucherterrasse mit einer Wahnsinnsausicht auf das Zentrum von Frankfurt. Mich hat vor allem die Architektur der Galerie sehr beeindruckt. 

 Zeil Galerie

 Roemerberg

 

Ein Trip nach Frankfurt wäre aber nichts ohne einen Besuch des Bankenviertels. Schließlich prägen die imposanten Hochhäuser schon von weitem das Bild der Stadt: Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkasse alle großen Banken sind hier vertreten. Während ich auf der Suche nach tollen Fotomotiven war, musste ich immer wieder feststellen: Es muss nicht immer Manhattan sein.

Hier in Mainhattan hätte ich theoretisch den Höhepunkt meines Städtetrips erleben können. Leider aber war ich zu Corona-Zeiten in Frankfurt, was zur Folge hatte, dass der Main-Tower leider geschlossen hatte. Jeder Reiseführer verspricht eine grandiose Aussicht auf die Stadt, die ich nur zu sehr gerne erlebt hätte. Nun habe ich einen guten Grund, wieder nach Frankfurt zu fahren. 

 Frankfurt Skyline

 Eurotower

 Architektur in Frankfurt

Mein abschließendes Fazit: Auch für jeden Nicht-Aktionär ist Frankfurt am Main eine Reise wert. Römerberg, Zeil-Galerie und Deutsche Bank: Gerade diese aussergewöhnlichen Kontraste prägen diese imposante Stadt.

August 2020

Jörn Sewing