Mo bis Fr 10.00 – 18.00 h | Sa 10.00 – 13.00 h

 
Stationen der Rundreise:
 
  • Gibara
  • Havanna
  • Cienfuegos
  • Playa Ancon
  • Trinidad
  • Camagüey
  • Holguín
  • Sancti Spiritus

 

Meine Reise in die Vergangenheit kann beginnen. Kuba, ich komme!

Es geht für mich in knapp 11 Stunden Flugzeit von Frankfurt nach Holguin, um meine Reise von Ost nach West auf Kuba zu starten.

Vor dem Flughafen Holguin, ein sehr überschaubarer Flughafen, warten neben den Reisebussen der Veranstalter auch bereits mehrere Taxifahrer auf Ihre Gäste. Nicht wie bei uns, mit einem schnöseligen beigefarbenem Taxi. Nein, stilecht mit einem Oldtimer. Die so nostalgisch auf uns wirkenden Oldtimer stammen noch aus der Zeit vor der kubanischen Revolution von 1959. Sie werden hier aufbereitet, gehegt und gepflegt. Natürlich bestehen die Oldtimer schon längst nicht mehr aus Originalteilen. Not macht hier eben auch mal erfinderisch. Diese farbenfrohen Fords, Chevrolets, Pontiacs, Oldsmobiles oder Buicks dienen hauptsächlich als Taxi und bringen die Touristen und Einheimischen an ihr Ziel und ernähren dadurch ihre Familien. Fabrikneue Autos dürfen zwar seit 2014 gekauft werden, diese sind aber für Kubaner nicht zu bezahlen. Vielleicht unser Glück!

 

Kuba tickt einfach anders - auf ein Wort vorweg

Bevor ich von meiner Reise erzähle, möchte ich vorweg sagen, dass Kuba immer noch ein Dritte Welt Land, also ein Entwicklungsland, ist! Das sollte bei den Erwartungen an den Hotelstandard und Service nicht vergessen werden. So werden wir bei der Hotelsuche nur auf wenige Hotels stoßen, welche bei den großen Bewertungsportalen, die so gern befragt werden, beste Weiterempfehlungsraten erzielen.

Auch wenn der Tourismusboom der letzten Jahre dazu geführt hat, dass neue Hotels gebaut, alte Gebäude restauriert, Hotelmanager und Personal immer besser ausgebildet werden, werden wir feststellen, dass es für viele Hotels noch ein weiter Weg ist, um mit dem Standard der anderen Karibischen Inseln mitzuhalten. Es gibt natürlich Ausnahmen, nur dann bewegen wir uns in einem anderen Preisniveau.

Um das beste Hotel, das beste Essen, den besten Service sollte es bei einer Reise nach Kuba aber gar nicht nur gehen, wenn Sie sich für die spannende Geschichte, die Kultur und die freundlichen, lebensfrohen Menschen interessieren. Wenn Sie genau so gespannt sind wie ich, dann kann das auch eine zweite Rolle einnehmen. Wer nach Kuba fliegt, wird in einer Zeitblase abgesetzt. Natürlich wollen wir alle nicht schlecht Essen und Trinken, aber muss ich denn von rechts bedient werden? Ist es schlimm, wenn es mal keine Minze für meinen Mojito gibt? Schmeckt mir die Cola nicht, dann trinke ich doch etwas anderes, oder?

Es gibt einfach nicht immer überall alles, so wie WIR es gewohnt sind. Alles was nicht auf Kuba produziert wird, und das ist Einiges, hier geht es nicht nur um Nahrung, muss mit Frachtschiffen ran gebracht werden. Durch das US-Handelsembargo ist das leider nicht auf dem kürzesten Weg möglich. Vieles wird von weit her importiert. Damit verbunden sind leider oft auch Lieferungsverzögerungen. So kann es vorkommen, dass es zum Beispiel kein Benzin gibt. Dadurch sind viele Kubaner wieder auf Pferdekutschen umgestiegen, was für uns wiederum wunderschöne Fotomotive sind.

Auch Internet ist hier noch fast Neuland und sehr kostbar. Trotz Allem ist es toll und von mir aus auch ein Muss, dieses Land zu bereisen. Diese freundlichen Menschen kennen zu lernen, an den tollen Stränden die Seele baumeln zu lassen, einen Katamaran-Ausflug zu unternehmen, schwimmend und schnorchelnd die Schönheiten eines Korallenriffs im kristallklaren Wasser zu entdecken, die Kolonialstädte zu bewundern, mit Ihren damals so prachtvollen Gebäuden, die gute Musik und den tollen Rum zu genießen.

Lassen Sie sich das nicht entgehen, solange es noch möglich ist. Ich bin mir sicher: Kuba wird auch Sie in Ihren Bann ziehen.

 

Die Rundreise kann beginnen: Holguin - Playa Pesquero - Gibara - Camagüey

Und nun zu meinen persönlichen Erfahrungen: Start meiner Reise ist in Holguin. Von meinem Hotel am schönen Sandstrand der Playa Pesquero geht es, wie ich feststellen muss, in die unterschätze Provinzhauptstadt Holguin. Hier macht es mir Spaß durch das schöne Städtchen mit seinen Parks zu schlendern.

Anschließend fahren wir nach Gibara, ein kleines Städtchen direkt am Meer gelegen. Gibara ist etwas abseits der üblichen Touristenrouten und normalerweise eher verträumt. Ich kann es eigentlich nicht glauben, aber die Ausnahme ist wohl, das jährlich stattfindende internationale Filmfestival.

Mittags angekommen, essen wir zunächst im Restaurant La Perla del Norte (Tipp) mit seiner hübschen Dachterrasse, bevor wir dann im Übernachtungshotel Ordono einchecken. Das Hotel war früher eine spanische Kolonialresidenz und wurde wunderschön restauriert und als Boutique-Hotel neu eröffnet. Ein Aufenthalt dort wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das Essen, die Musik, der Ausblick von der wunderschönen Dachterrasse. So schön! Und zu den Museen, Kirchen und dem Hafen Gibara's ist es nur ein kurzer Fußweg.

Unser nächstes Ziel: Camagüey. Die drittgrößte Stadt Kubas ist gleichzeitig auch eine der katholischsten Städte. Alleine in der Altstadt befinden sich 8 Kirchen. Darüber hinaus ist die Altstadt auch die zweitgrößte Altstadt Kubas, nach Havanna. Hier weht der Hauch längst vergangener Zeiten durch die winzigen Gassen durch die wir bummeln. Nach vielen Eindrücken stärken wir uns beim Mittagessen im berühmten Kolonialrestaurant "La Campana de Toledo. Es gilt als das Beste der Stadt. Lecker war´s!

Übernachtet wird im Gran Hotel Camagüey by Melia. Zentral gelegen versprüht dieses ehemalige Grandhotel einen Charme der vergangenen Zeiten. Mein Zimmer ist ehrlich gesagt kein Highlight, eher alt, dunkel und sehr klein. Hier geht es aber um das gesamte Hotelgebäude, die Lage und die Geschichte. Am nächsten Morgen genieße ich mein Frühstück mit einem herrlichen Stadtblick von der obersten Etage aus. So sieht doch ein perfekter Start in den Tag aus.

 

Die nächsten Highlights warten: Sancti Spiritus und Trinidad

Die nächste Stadt Sancti Spíritus, eine der ersten Siedlungen auf Kuba, ist mehr als nur eine Durchgangsstation in Richtung Trinidad. Hier begegnet man der langen Geschichte auf Schritt und Tritt. Die Stadt ist Trinidad ohne den Touristenrummel und gilt als kulturelles Highlight. Im Altstadtkern herrscht eine angenehme Atmosphäre mit kolonialem Stadtbild aus kopfsteingepflasterten Gassen und Plazas mit hochherrschaftlichen Kolonialpalästen. Pferdekutschen und Oldtimer sind überall zu sehen. Kurz vor der Yayabo Brücke, dem Wahrzeichen der Stadt, und wahrscheinlich die landesweit einzig erhaltene Brücke aus der Kolonialzeit, wird mittags in der Taberna Yayabo geschlemmt.

Unser nächstes Etappenziel ist Trinidad. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch das schöne Valle de los Ingenios (Tal der Zuckermühlen). Einen Besuch statten wir noch dem Sklaventurm ab, worüber es eine traurige Geschichte gibt, die uns die Reiseleitung erzählt.

Angekommen in Trinidad laufen wir durch die wunderschöne und gut erhaltene spanische Kolonialstadt mit ihren bunten Häusern und engen Gassen aus Kopfsteinpflastern. Auf der langen Steintreppe vom Plaza Mayor hoch zur Casa de la Musica sitzen jede Menge Menschen und schauen dem Sonnenuntergang zu. Die Sonne tüncht die von den Sonnenstrahlen getroffenen Kolonialbauten in noch wundervollere Farben. Mein Tipp: Seien Sie rechtzeitig hier! Die Casa de la Musica ist eine open Air Bar. Hier wird von 11 Uhr mittags bis 23 Uhr abends live Musik gespielt und viel getanzt. Gleich neben an treffen sich dann die, die weiter tanzen möchten in der Open Air Disco.

Nur 12 Kilometer von Trinidad entfernt ist mein Übernachtungshotel das Memories Trinidad del Mar. Dieses Hotel ist im Stil eines kolonialen Ortes gebaut worden und liegt direkt am langen Sandstrand der Playa Ancon. Nach einem schönen Strandtag ist es von hier aus nur ein Katzensprung ins Nachtleben von Trinidad. Heiße Rhythmen warten auf Ihre Tänzer.

 

Kubas Hauptstadt ruft: Auf nach Havanna mit einem Zwischenstopp in Cienfuegos

Am kommenden Tag fahren wir entlang der Küste nach Havanna. In Cienfuegos legen wir einen Zwischenstopp ein. Die erst im 19. Jahrhundert entstandene Altstadt von Cienfuegos, ist mit ihren klassizistischen Bauten im französischen Stil, eine der am besten erhaltenen auf ganz Kuba. Am Parque Jose Marti steht das tolle Theatro Tomas Terry. Ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit Logen über 3 Etagen und schöner Deckenmalerei. Zu meiner Besuchszeit in einer Renovierungsphase, sollte es aber jetzt fertig sein. Hier unbedingt mal reinschauen!

Dem Malecon (Uferstraße) von Cienfuegos in Richtung Süden folgend, kommen wir nach Punta Gorda, einem ehemaligen Nobelviertel von Cienfuegos. Hier gibt es immer noch Yachtclubs und sehr unerwartet ist die maurische Prunkvilla dem Palacio de Valle. Im Erdgeschoss ist ein Nobel Restaurant zu finden und oben auf der Dachterrasse gibt es eine schöne Bar. Hier genießen wir erst einmal einen Mojito bei einem super Ausblick über die Bucht. Wie muss es erst bei Sonnenuntergang hier sein? Sollten Sie es auf Ihrer nächsten Reise hierher schaffen, freue ich mich jetzt schon auf Ihre Fotos und Ihren Bericht.

Angekommen in Havanna heißt es erst einmal einchecken in unserem sehr modernen Übernachtungshotel SO/ Paseo del Prado La Habana. Im November 2019 erst eröffnet, liegt es direkt am Malecon, der berühmtesten Straße und Flaniermeile Havannas. Ein tolles Hotel in perfekter Lage. Von unserem super modernen Zimmer in den oberen Etagen aus, schaue ich direkt auf das Meer, den Malecon und die vorbeifahrenden bunten Oldtimer. Am Ufer brechen sich die Wellen und prompt erinnere ich mich an eine vorherige Reise hierher, als das Meer sehr aufgewühlt war und die Wellen auf die Straße schlugen. Viele machten sich einen Spaß daraus. So wurde mir damals aber auch klar, dass die salzige Gischt den prachtvollen Gebäuden am Ufer immer mehr zusetzt und es nur mit viel Arbeit, Geld und Ausdauer möglich sein würde, die Gebäude instand zu halten. Viele scheinen aber doch aufgegeben zu haben! Dennoch oder auch gerade deshalb gibt es hier viel zu entdecken und einen Haufen wunderschöner Fotomotive.

Da ich leider nur für eine Nacht hier bleiben kann, kann ich nicht viel berichten. Was ich aber sehe, hat mich davon überzeugt, einmal mehrere Tage und Nächte hier verbringen zu wollen. Kuba ist einfach nicht in 2 Wochen zu erkunden.

 

Hotelbesichtigungen in Varadero

Weitere Hotelbesichtigungen stehen am folgenden Morgen in Varadero auf dem Programm. Mein Übernachtungshotel das Ocean Vista Azul liegt auf einem Felsplateau. Rechts und links erblicke ich direkt die Strände. Das Hotel hat einen sehr schönen Infinity Pool, auch ist es schön angelegt und ausgestattet. Durch die Buchung des Privilege Clubs werden die Vorteile sofort bei den Getränken klar. Auch kann ich zusätzlich separate Bereiche nutzen. Diese Zubuchung kann ich Ihnen wirklich nur ans Herz legen, wenn Sie besonders auf die Getränkeauswahl Wert legen und das gewisse Etwas möchten. Sollten Sie einen langen und breiten Sandstrand direkt vor der Tür wünschen, habe ich auf jeden Fall andere Tipps für Sie.

Mein persönliches Lieblingsstrandhotel ist übrigens das Iberostar Selection: Durchaus nicht preiswert, aber absolut fantastisch. Die Traumlage am herrlichen weißen Strand ist einfach nur perfekt. Karibik pur! Eine weitere Empfehlung von mir: Das Hotel Melia Las Antillas. Was es hier mit Katzenhaien auf sich hat, verrate ich Ihnen gerne bei einem persönlichen Gespräch.

Haben Sie Lust auf Kuba bekommen? Ich freue mich auf Sie und unser Gespräch. Einen tollen (Hör-)Buch Tipp gibt es dann noch dazu!

Dezember 2019

Sabrina Domschat